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Erinnerungszeichen zum Gedenken an Sabine und Leopold Schwager

(Robert Tanania) Am vergangenen Freitag wurde in der Klenzestraße 26 am Gärtnerplatz in München das Erinnerungszeichen zum Gedenken an Sabine und Leopold Schwager durch deren Angehörige übergeben.

 

An der Gedenkveranstaltung haben die Angehörigen von Sabine und Leopold Schwager teilgenommen und auch Vertreter der Stadt München aus dem Stadtrat, aus dem Bezirksausschuss und aus dem Stadtarchiv.

 

Über Leopold und Sabine Schwager

Leopold Schwager wurde am 31.08.1884 in Kötzting (heute Bad Kötzting) geboren und am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und am 25.11.1941 in Kaunas ermordet. Er war der älteste von drei Söhnen des Ehepaars Isidor Schwager und Anna, geb. Steindler. Sein Vater ging nach dem Tod von Anna nach Cham, wo er ein Geschäft mit dem Namen „Isidor Schwager Lederhandlung“ eröffnete und Karolina (Karla) Fleischer heiratete. Isidor hatte mit Karolina sechs Kinder. Leopold und seine Geschwister wuchsen in Cham auf.

Im Jahr 1910 ging Leopold nach München, wo er bereits drei Jahre seiner Ausbildungszeit verbrachte, und gründete sein eigenes Geschäft, die „Leopold Schwager Lederhandlung und Schäftefabrikation“.

Am 31. August 1911 heiratete Leopold die 1885 in Unterhaid in Böhmen (heute: Dolni Dvoriste, Tschechien) geborene Sabine Teller. Er zog mit ihr in eine Wohnung am Gärtnerplatz 4, wo die Familie  für 29 Jahre leben sollte. Das Ehepaar hatte drei Kinder: Charlotte, die zwei Jahre nach ihrer Geburt starb, Erwin und Karl.

Leopold diente seit 1914 im deutschen Heer. 1919 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft  in England wieder nach München zurück.

Leopold und Sabine waren Mitglieder der Münchner Hauptsynagogengemeinde und ihre Söhne genossen eine jüdischer Erziehung. Das Paar war jedoch nicht streng religiös. Sie besuchten die Synagoge nur an den hohen Feiertagen. In erster Linie waren die jüdischen Feiertage für sie eine willkommene Gelegenheit, die erweiterte Familie zu treffen und gemeinsam zu feiern.

Trotz der immer intensiver werdenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten unternahm das Paar keine Schritte für eine eigene Emigration.

Jedoch konnten ihre beiden Söhne emigrieren: Im August 1938 emigrierte der 17-jährige Karl nach Palästina und Erwin kam m Alter von 25 Jahren am 05. November 1938 in den USA an.

Am 09. November 1938 wurde Leopold wie viele andere jüdische Münchner verhaftet und für einen Monat im KZ Dachau inhaftiert.

Kurz darauf bewarben sich Leopold und Sabine für eine Einreise in die USA. Vom US-Konsulat in Stuttgart erhielten sie nur die Wartenummer 39.000, was für sie eine lange Wartezeit bedeutete.

Im Dezember 1938 wurde die Lederhandlung der Schwagers enteignet. Dadurch wurde die Firma zu einem unverhältnismäßig niedrigen Preis an Gerhard Fiehler, den Bruder des Münchner Oberbürgermeister Karl Fiehler, verkauft.

Schließlich wurde das Paar im August 1940 in die Rauchstraße 10 zwangsumgesiedelt und dort mit anderen jüdischen Familien in einem sogenannten „Judenhaus“ einquartiert.

Ihr Sohn Erwin ließ nichts unversucht, seine Eltern in die USA oder ein anderes Land zu bringen: Am 03. November 1941 trafen die Visen für Kuba für seine Eltern in München ein.

Doch das Reichssicherheitshauptamt hatte bereits Mitte Oktober ein Verbot der jüdischen Emigration aus Deutschland ausgesprochen. Die Deportation der deutschen Juden war bereits beschlossen. Diese fatale Entwicklung hat die Emigrationspläne der Schwagers durchkreuzt und zunichte gemacht. Am 20. November, nach ihrer Internierung im Sammellager für Juden in München-Milbertshofen, wurden Leopold und Sabine zusammen mit neun weiteren Mitgliedern der Familie Schwager aus München deportiert. Der Zug hatte München mit dem Ziel Riga in Lettland verlassen, kam jedoch nie dort an. Das Ghetto in Riga war überfüllt, deswegen wurde der Zug nach Kaunas in Litauen umgeleitet. Nach tagelanger Inhaftierung unter total unzureichenden Umständen wurden schließlich alle Deportierten, auch Leopold und Sabine, am 25. November 1941 vom Einsatzkommando 3 unter dem Befehl von Karl Jäger erschossen.

 

Weitere Informationen im Internet

www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Stadtarchiv/Erinnerungszeichen/Biografien/Leopold-Schwager.html

Yad Vashem, The International Institute for Holocaust Research: Transport, Train Da 27 from Muenchen, München, Bavaria, Germany to Kaunas, Kaunas, Lithuania on 20/11/1941.

Online verfügbar unter http://db.yadvashem.org/deportation/transportDetails.html?language=en&itemId=9437950

 

Foto: Robert Tanania (The Schwager family together with Dr. Andreas Heusler of the Stadtarchiv Muenchen and Dr. Florian Roth of the City Council of Munich and Dr. med. Barbara Turczynski-Hartje of the Bezirksausschuss)

 

Foto: Robert Tanania (The Schwager family)

 

Foto: Robert Tanania (The Schwager family)

 

Foto: Robert Tanania (The Schwager family)

 

Foto: Robert Tanania (Dianne and Gary Schwager)

 

Foto: Robert Tanania (Anbringung des Erinnerungszeichens)

 

Foto: Robert Tanania

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18 Antworten auf Erinnerungszeichen zum Gedenken an Sabine und Leopold Schwager

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