• .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .



Letzte Artikel

ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK – seit 17. Oktober im Kino

(Robert Tanania) Dieser Film ist das von Philipp Stölzl (DER MEDICUS) verfilmte Musical „Ich war noch niemals in New York“. Bereits das gleichnamige Musical hatte einen Millionen-Erfolg auf den deutschen Bühnen. Nun wurde das Stück als Großproduktion von UFA FICTION, … Weiterlesen

Bauern- Demo gegen Bevormundung

        München Oktober 2019     Unsere Bauern sind es Leid die dauerne Bevormundung durch den Staat zu ertragen. Heute wurde mit einer Sternfahrt von hunterten Traktoren zum Landwirtschaftsministerium dem Unmut der Bauern “Luft” gemacht.     … Weiterlesen

Aussergewöhnliche Ansichten und Erlebnisse

    München Oktober 2019     Spezialbilder und  Videos  auf  Wunsch Bekanntes unbekannt                 Photo :  RL-Studios  Leinsinger   Die Bavaria ist eine begehrte Frau und das schon seit Jahrhunderten. Heute ziert sie … Weiterlesen

Stadtansicht, München in einer unbekannten Ansicht

            Stadtansichten, München   Das Feinste von München in einer unbekannten Ansicht !   Bei der das Vertraute  fremd erscheint !   Die Stadt entwickelt sich ständig mit ihren Bewohnern und Architekten in städtebaulichen Anordnungen … Weiterlesen

EXPO REAL 2019 eröffnet

      München Oktober 2019     Ob als Aussteller oder Besucher – die Beteiligung der internationalen Immobilienwirtschaft an der EXPO REAL ist erneut hoch. Ein Schwerpunkt der Messe ist das Thema Innovation, zentriert in der neu geöffneten Halle … Weiterlesen

Das 186. Münchner Oktoberfest 2019 endet heute

          München Oktober 2019       Ob sonnig-warm oder regnerisch-kühl – das 186. Oktoberfest zog durchwegs ein entspanntes, gut gelauntes Volksfestpublikum während der 16 Tage an. In der Gesamtbesucherzahl von 6,3 Millionen sind rund 550.000 … Weiterlesen

JOKER – ab 10. Oktober im Kino

(Robert Tanania) JOKER ist das neue Meisterwerk des Regisseurs Todd Phillips. Der Film ist die originale Vision des Filmemachers von dem berühmten und berüchtigten Gotham-Schurken Joker (Joaquin Phoenix). Diese Ursprungsgeschichte ist durchdrungen von den traditionelleren Mythologien der Figur, bleibt aber … Weiterlesen

Grüne im Landtag zur Energiewende: „Raus aus dem Klein-Klein der Förderbescheide“

(Robert Tanania) Die Grünen im bayerischen Landtag fordern, dass die Söder-Regierung endlich Politik gestalten soll. Die bisherige Politik der Söder-Regierung zur Energiewende ist laut Martin Stümpfig, energiepolitischer Sprecher der Landtags-Grünen, „mutlos, planlos, ambitionslos“. Mittlerweile ist es so weit gekommen, dass … Weiterlesen

Wieder Ungarnmarkt – diesmal am Rotkreuzplatz, ab Freitag 4.10.

Nach dem Rindermarkt (steht wegen Umbaus nicht zur Verfügung) und der Münchner Freiheit (zu sehr nur Durchgang zu U-Bahnen, Tram und Bussen) findet der alljährliche Ungarnmarkt in München am Rotkreuzplatz statt, wo dem Publikum diese Verwendung nicht fremd ist: - … Weiterlesen

Stammtisch der Schaustellersenioren im Marstall

          München September 2019         Die Schausteller,vor allem die Senioren haben die heutige Wiesn wesentlich geprägt. Die Wirtefamilie Able lud zum zweiten Male zum Altschaustellerstammtisch in ihr Festzelt Marstall. In seiner Ansprache lobte … Weiterlesen

Ein Wort an die protestierende Jugend – und an uns alle

Am Freitag statt in die Schule zu Protesten, letzte Woche ein Weltweiter Protesttag – ja, es geht den Kindern und Jugendlichen um eine Welt, es geht um eine Zukunft, in der der Hauptteil ihres Lebens liegen wird, in der sie … Weiterlesen

RAMBO: LAST BLOOD – seit 19. September im Kino

(Robert Tanania) Jetzt, elf Jahre nach John Rambo, kehrt Sylvester Stallone in einer seiner legendärsten Rollen auf die Kinoleinwand zurück. In RAMBO: LAST STAND, dem letzten Teil einer vier Jahrzehnte umfassenden Actionreihe, zieht Sylvester Stallone als Ein-Mann-Armee John Rambo zum … Weiterlesen

Ein Muss für die Freunde und Interessenten antiker Textilkunst: Ausstellung Klosterkirche Traunstein

Wie ich in meinem Artikel vom 22. August (“Für Freunde textiler Kunst: Termine”) unter Pkt 2 schon hingewiesen und mich dann bei der Eröffnung überzeugt habe, gibt es in dem neu gestalteten Kulturforum Traunstein , Ludwigstrasse 11 (die ehemalige Klosterkirche … Weiterlesen

Wohnungsauflösung bietet gut erhaltene Möbel und andere Ausstattung

Müssen gut erhaltene Möbel weggeworfen werden, weil nur Neues (auch von Möbelhäusern nicht gratis geliefert und aufgestellt) erwünscht ist? In der Cosimastrasse (zur Besichtigung Höhe Tramstation Taimerhofstrasse) könnte einiges günstigst erworben und abgeholt werde. Telefonische Vereinbarung 015210327490 Ich bin nicht … Weiterlesen

Wiesn-Countdown 2019

              München September 2019       Bei diesem heutigen Kaiserwetter standen die Wiesnneuheiten in besonderem Licht,um sich zu präsentieren. Sogar Oberbürgermeister Dieter Reiter ließ es sich nicht nehmen, eine Fahrt in der Pirateninsel  … Weiterlesen



Erinnerungszeichen zum Gedenken an Sabine und Leopold Schwager

(Robert Tanania) Am vergangenen Freitag wurde in der Klenzestraße 26 am Gärtnerplatz in München das Erinnerungszeichen zum Gedenken an Sabine und Leopold Schwager durch deren Angehörige übergeben.

 

An der Gedenkveranstaltung haben die Angehörigen von Sabine und Leopold Schwager teilgenommen und auch Vertreter der Stadt München aus dem Stadtrat, aus dem Bezirksausschuss und aus dem Stadtarchiv.

 

Über Leopold und Sabine Schwager

Leopold Schwager wurde am 31.08.1884 in Kötzting (heute Bad Kötzting) geboren und am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und am 25.11.1941 in Kaunas ermordet. Er war der älteste von drei Söhnen des Ehepaars Isidor Schwager und Anna, geb. Steindler. Sein Vater ging nach dem Tod von Anna nach Cham, wo er ein Geschäft mit dem Namen „Isidor Schwager Lederhandlung“ eröffnete und Karolina (Karla) Fleischer heiratete. Isidor hatte mit Karolina sechs Kinder. Leopold und seine Geschwister wuchsen in Cham auf.

Im Jahr 1910 ging Leopold nach München, wo er bereits drei Jahre seiner Ausbildungszeit verbrachte, und gründete sein eigenes Geschäft, die „Leopold Schwager Lederhandlung und Schäftefabrikation“.

Am 31. August 1911 heiratete Leopold die 1885 in Unterhaid in Böhmen (heute: Dolni Dvoriste, Tschechien) geborene Sabine Teller. Er zog mit ihr in eine Wohnung am Gärtnerplatz 4, wo die Familie  für 29 Jahre leben sollte. Das Ehepaar hatte drei Kinder: Charlotte, die zwei Jahre nach ihrer Geburt starb, Erwin und Karl.

Leopold diente seit 1914 im deutschen Heer. 1919 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft  in England wieder nach München zurück.

Leopold und Sabine waren Mitglieder der Münchner Hauptsynagogengemeinde und ihre Söhne genossen eine jüdischer Erziehung. Das Paar war jedoch nicht streng religiös. Sie besuchten die Synagoge nur an den hohen Feiertagen. In erster Linie waren die jüdischen Feiertage für sie eine willkommene Gelegenheit, die erweiterte Familie zu treffen und gemeinsam zu feiern.

Trotz der immer intensiver werdenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten unternahm das Paar keine Schritte für eine eigene Emigration.

Jedoch konnten ihre beiden Söhne emigrieren: Im August 1938 emigrierte der 17-jährige Karl nach Palästina und Erwin kam m Alter von 25 Jahren am 05. November 1938 in den USA an.

Am 09. November 1938 wurde Leopold wie viele andere jüdische Münchner verhaftet und für einen Monat im KZ Dachau inhaftiert.

Kurz darauf bewarben sich Leopold und Sabine für eine Einreise in die USA. Vom US-Konsulat in Stuttgart erhielten sie nur die Wartenummer 39.000, was für sie eine lange Wartezeit bedeutete.

Im Dezember 1938 wurde die Lederhandlung der Schwagers enteignet. Dadurch wurde die Firma zu einem unverhältnismäßig niedrigen Preis an Gerhard Fiehler, den Bruder des Münchner Oberbürgermeister Karl Fiehler, verkauft.

Schließlich wurde das Paar im August 1940 in die Rauchstraße 10 zwangsumgesiedelt und dort mit anderen jüdischen Familien in einem sogenannten „Judenhaus“ einquartiert.

Ihr Sohn Erwin ließ nichts unversucht, seine Eltern in die USA oder ein anderes Land zu bringen: Am 03. November 1941 trafen die Visen für Kuba für seine Eltern in München ein.

Doch das Reichssicherheitshauptamt hatte bereits Mitte Oktober ein Verbot der jüdischen Emigration aus Deutschland ausgesprochen. Die Deportation der deutschen Juden war bereits beschlossen. Diese fatale Entwicklung hat die Emigrationspläne der Schwagers durchkreuzt und zunichte gemacht. Am 20. November, nach ihrer Internierung im Sammellager für Juden in München-Milbertshofen, wurden Leopold und Sabine zusammen mit neun weiteren Mitgliedern der Familie Schwager aus München deportiert. Der Zug hatte München mit dem Ziel Riga in Lettland verlassen, kam jedoch nie dort an. Das Ghetto in Riga war überfüllt, deswegen wurde der Zug nach Kaunas in Litauen umgeleitet. Nach tagelanger Inhaftierung unter total unzureichenden Umständen wurden schließlich alle Deportierten, auch Leopold und Sabine, am 25. November 1941 vom Einsatzkommando 3 unter dem Befehl von Karl Jäger erschossen.

 

Weitere Informationen im Internet

www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Stadtarchiv/Erinnerungszeichen/Biografien/Leopold-Schwager.html

Yad Vashem, The International Institute for Holocaust Research: Transport, Train Da 27 from Muenchen, München, Bavaria, Germany to Kaunas, Kaunas, Lithuania on 20/11/1941.

Online verfügbar unter http://db.yadvashem.org/deportation/transportDetails.html?language=en&itemId=9437950

 

Foto: Robert Tanania (The Schwager family together with Dr. Andreas Heusler of the Stadtarchiv Muenchen and Dr. Florian Roth of the City Council of Munich and Dr. med. Barbara Turczynski-Hartje of the Bezirksausschuss)

 

Foto: Robert Tanania (The Schwager family)

 

Foto: Robert Tanania (The Schwager family)

 

Foto: Robert Tanania (The Schwager family)

 

Foto: Robert Tanania (Dianne and Gary Schwager)

 

Foto: Robert Tanania (Anbringung des Erinnerungszeichens)

 

Foto: Robert Tanania

Dieser Beitrag wurde unter GESCHICHTE, GESELLSCHAFT abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort