• .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .
  • .



Letzte Artikel

Impfstoff nicht wegwerfen – oder zurücktreten, Herr Minister!

Montag 1.3.: Herr Söder forderte heute in einer Pressekonferenz, jede mögliche Dosis zu verimpfen. Warum sorgt er nicht dafür, daß sein Minister dies anordnet??!! Das Ministerium habe ich schriftlich auf die Aussagen des Nürnberger Institutsleiters hingewiesen – ein Telefonat mit … Weiterlesen

Fehlersuche: Warum bei uns zu spät und zu wenig Impfstoff ist – Teil 1: Die Chance

1. Ein neues Virus hat die Welt in Bedrängnis gebracht: Wie kann verhindert werden, daß menschliche Zellen zum Wirt des Virus werden (also Menschen infiziert werden), eine Zerstörung des Organismus in Gang gesetzt wird (der Mensch erkrankt – schwer erkrankt … Weiterlesen

Fehlersuche: Warum bei uns zu spät und zu wenig Impfstoff ist – Teil 2: Versäumnis und Versagen

Nun, wer hat Geld gegeben und wie hat er dabei geschickt verhandelt, Bedingungen festgeschrieben? - Waren das nur Investoren mit Risiko u n d Spekulation auf Ertrag? Man kennt einige dieser Großinvestoren. - Oder waren das auch Einzelstaaten aus Sorge … Weiterlesen

Lockdown-Fehler der Regierungen

Daß dieses Virus eine todbringende Gefahr ist, durch Kontakte übertragen wird und dem nur durch Reduzierung von Kontakten begegnet werden kann, steht für Vernünftige ausser Diskussion. Daß das Grundrecht auf Leben bei Verletzung und Aufhebung unwiederbringlich verloren ist, das Grundrecht … Weiterlesen

Die Kunst des Lichtes

    München Ferbruar 2021       Seit Dezember 2020 taucht das Kunstviertel  in aufregende Lichtinstallationen die heute endeten. Diese aussergewöh liche Licht Kunst war ein Anziehungspunkt der Menschen diese konnte bis ca 20 bestaunt werden denn kam eben … Weiterlesen

Lockdown bei Freiheit der ” Supergescheiten” – gerecht? Wo verschärfen?

Der Lockdown und die Regeln wollen durch Reduzierung der Kontakte die Übertragung des Virus verhindern - und das wirkt, wodurch es seine Richtigkeit beweist: Die Zahlen der Infektionen und Erkrankungen sinken – die eine Seite. Daß die Auswirkung sich kaum … Weiterlesen

Wort zur Lage (Teil 3 wiederholt) – Entscheidendes

1. Da ein Virus nicht aus dem Inneren eines menschlichen Organismus kommt (keine Eigenverursachung,”selbst schuld” gleichsam), sondern von aussen durch Kontakte/in einem Kontaktumfeld übertragen wird, kann seiner Verbreitung dh den Infektionen nur durch eine Beschränkung von Kontakten begegnet werden. 2. … Weiterlesen

Zum Impfgipfel am Montag (Teil 2):: Erfolgsursachen, fehlende Produktionsförderung, Abnehmer und Streit

Zuerst eine Nachricht: In einem Altenheim in Leverkusen wurden 47 Bewohner und 25 Betreuer von der britischen Mutante infiziert – 15 sind verstorben.. 1. Zum Verstehen der neuen Impfstoffart: Die “klassischen Impfstoffe” verwendeten unschädliche Teile oder abgetötete Teile des Virus … Weiterlesen

Zum Impfgipfel: Was führte zum mangelhaften Impfstart in Europa? (Teil 1)

“Zu spät, falsch und zu wenig bestellt” – ist es wirklich so einfach? Für mich ist es sehr vielschichtig! Wir müssen uns in den Sommer 2020 versetzen, in das damalige Wissen, in die Ungewissenheit über die Bedrohung durch ein neues … Weiterlesen

Alle müssen Leben sichern und retten – auch Andersdenkende und Gerichte!

Aktuell ist das veränderte Virus in allen 3 Mutationen (britische – südafrikanische – brasilianische) in 7 Bundesländern schon angekommen (in Berlin ist das Humboldt-Klinikum abgeschlossen, seit gestern noch ein zweites, das Personal in Pendelquarantäne; ebenso das Klinikum Bayreuth; Garmisch hat … Weiterlesen

Leben retten!! – oder Recht aufs Sterben durch Recht auf Freiheiten ?

Die jetzige Corona-Situation zeigt, daß unser Staat falsch aufgestellt ist, die drei Säulen einer Demokratie nicht richtig gewichtet sind: 1. Souverän ist das Volk, von dem alles Recht ausgeht. Dieses wählt seine Vertreter: die Parlamente – diese regeln in Gesetzen … Weiterlesen

Intensivmediziner fordern einen sofortigen Lockdown in Deutschland

(Robert Tanania) Die deutschen Intensivmediziner fordern ein unverzügliches Handeln der Politik in Deutschland angesichts der über Nacht sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen in Deutschland, die jetzt bei 30 000 täglich liegen – und mit bis zu 600 Toten täglich. Sie gehen davon … Weiterlesen

FC Bayern in der Innenstadt

        München Dezember 2020             Nach nur anderthalb Jahren Bauzeit ist das neue Schmuckstück des FC Bayern fertig. Mit der neuen “Erlebniswelt” zwischen Dom und Rathaus sollen die Bayern-Fans in die Innenstadt … Weiterlesen

Christbaum Hoffnung in schweren Zeiten

      München November 2020       Der Christbaum auf dem Marienplatz bietet Hoffnung und Licht in ungewöhnlich schweren Zeiten. Schön grade und fast perfekt der diesjährige Christbaum, gespendet von der Gemeinde  Steingarden.         Der … Weiterlesen

Nische und Lebensbaum als Motive der Textilkunst (Symposium In Würzburg)

Über Ort und Ursprung künstlerischen Tätigwerdens des Menschen von frühester Zeit an können Sie Grundsätzliches meinem Artikel über die Textilkunst entnehmen, wie sie zur Zeit in der Galerie Kelim in Würzburg (“Aus Zelt und Dorf”) präsentiert wird. Es ging immer … Weiterlesen



Nische und Lebensbaum als Motive der Textilkunst (Symposium In Würzburg)

Über Ort und Ursprung künstlerischen Tätigwerdens des Menschen von frühester Zeit an können Sie Grundsätzliches meinem Artikel über die Textilkunst entnehmen, wie sie zur Zeit in der Galerie Kelim in Würzburg (“Aus Zelt und Dorf”) präsentiert wird.
Es ging immer nicht nur um den Bedarf materieller Güter zum Leben (wie zB zum Wohnen, zum Kleiden), sondern wurzelt in Lebensgefühl, Eingebundensein im Lebensablauf und Jahresablauf, Weltsicht und Transzendenz-Ahnung
und kommt aus dem inneren Drang, sich mit dem bildlich zu umgeben (siehe Höhlen-und Felsmalerei), dies sich bildlich reproduzierend vor Augen zu halten. Der Drang zum Schönen, zum Schmuck bis hin zum Luxus ist Ausdruck aus dem Innersten heraus: was nehme ich auf, was gestalte ich kreativ-innovativ um und aus.
Bloß farblose und bildlose Fell-, Flecht- und Webwerke sind ein Ansatz (Zweck), aber nicht ausreichend.

Nun der versprochene Bericht über das Symposium dort im September zum Thema “Nische und Lebensbaum” – denn das waren und sind zwei wesentliche Motive im bildhaften Gestalten, Symbole uralten religiösen schamanistischen Inhalts in ganz Eurasien und somit vorislamisches Erbe. Der Referent des Einführungsabends (Dr. Arpad Stephan Andreànszky aus der Schweiz)
ging in einer ersten Sequenz diesen Spuren nach: Weltenbaum, Himmelsleiter der Alttürken neben anderen Motiven. “Nun wurden sie immer wieder neu kombiniert und reizvoll abgewandelt und gewinnen dadurch neue Bedeutungen und ästhetische Wirkungen.” Stilisierung, Einzeleinsatz und Kombination und Zahlensymbolik (7 und 9) sind dabei Gestaltungsmittel, in den verschiedenen Kulturen und Kunstgebieten unterschiedlich (Mesopotamien, Ägypten, Pazyryk, Sibirien, mit Zeitsprung zur Völkerwanderung in Osteuropa, zu den Germanen, in die islamische Welt Nordafrikas und Spaniens und zu den Abwandlungen im christlichen Raum).
Der Lebensbaum lässt sich bis ins 3. Jts v. Chr ins Zweistromland zurückverfolgen (Weltenberg mit Baum und sich von ihm nährender Ziege in Ur), geht dann früh in eine Dreierstruktur über (Hauptfigur und zwei flankierende Figuren: Quelle mit 2 Bäumen/Baum mit 2 Tieren/zentrale menschliche oder tierische Figur von anderen Lebewesen flankiert).
Wesentlich sei, daß der Lebensbaum immer als Lebenssymbol zu sehen ist. Dann geht er auf die textilen Varianten in ihrer reichen Vielfalt ein (zB reduziert auf Weltachse/vielleicht Totempfahl; Pfauen stehen für Unsterblichkeit; dreifach übereinander erhöht die Wirkung; 12 Früchte oder Blüten für den Jahreslauf; 2 Hasen für Fruchtbarkeit; Sträucher sprießen aus Vögeln – bis zu neuester Kriegsbedrängnis).
Nach einem Exkurs über das Fell als heiliger Ort (wohl älteste Form) geht der Referent auf die Reihengebetsteppiche ein,

auf die
Mihrab-Formen (mit Kombinationen und Überlagerungen), auf die Spezialform Wasser und Baum, auf das Thema Weltberg/Weltnabel und Weltenbaum (mit Spezialausprägung in Erzurum Mitte 19. Jhd, aber auch anderen Gebieten).
In der Zusammenfassung wertet er den Lebensbaum älter und universeller als den Mihrab, der als architektonisches Muster in den Teppich komme, aber durch vegetabile Formen immer stärker Wachstum, Leben Geburt und Tod hervortreten lasse (bis zur Grabsteinform hin).

Der sog. Gebetsteppich sei damit faktisch zum Symbol für islamische Kunst schlechthin geworden.

Zum Thema “Nischen-Kelims: Typen und Thesen” sprach am 2.Tag Michael Plötze. Er präsentierte das mühsam gesammelte Material (Archäologisches: 9.-10.Jh.v. Chr; Hatuscha; Petra; Hagia Irene Istanbul; Ägypten 17.Jh; europäische Felsnischen usw) und die von Forschern und Sammlern aufgestellten Theorien und Thesen, enthielt sich aber bewußt einer Bewertung. An Beispielen wurden die vorliegenden Umsetzungen in die weitestgehend als Gebetskelims einzuordnende Textilkunst vorgestellt.
(Leider liegt mir kein Text vor, meine Notizen sind leider nahezu unentzifferbar, sodaß ich aus Eigenem zu dem Thema Stellung beziehen muss:)
Bei “Nische” wird meist als Synonym primär “Höhle” herangezogen – aber d e r homo sapiens, der auf der offenen Savanne gelebt hat, konnte sich höchsten aus dem vorhandenen vegetabilen Material einen Unterstand bauen als Lebensraum/Schutzraum. Diesen konnten von Natur aus vorhandene Fels-Überhänge (“Abris” in der Fachsprache) und kleine Aushöhlungen bieten, damit auch schützende Rückenfreiheit,
sodass als Synonyme eher “Dach”, “Gewölbe” (bevorzugt gerundete Form) naheliegend sind – mit dem Schritt zur Weltsicht und Transzendenz im “Himmelsgewölbe” (Man beachte die Weiterentwicklung in Religionen zu “Schirm” und “Baldachin”. Eine Höhle ist ja auch 6-dimensional begrenzt, nur zu einer Seite im Zugang geöffnet
- was symbolisch eher zur “Erdtiefe”, “Mutter Erde” führen würde, mit Omphalos/”Nabel” als öffnender Geburtsweg bzw Zugang).

Aus dem Ort von Schutz mit Geborgenheit, der Sicherheit (Ort der Erwartung, des Segens) her kann sich ein Ort der Hinwendung,
der Blickrichtung und somit der Konzentration nahelegen,
kann sich daraus ein Platz für das Objekt einer Verehrung, des Kultes ergeben, den man dann herstellt, erbaut – und auch abbildet, den man mit sich mitführen kann (vgl. islamisch Gebetsteppich, christlich Herrgottswinkel/Hausaltar).
Auch apotropäische Beifügungen liegen dann in der Linie der Weiterentwicklung.

Zurückkommend auf das Symposion, das mit dem dritten Referat “Nische und Lebensbaum – Symbole in antiken Knüpfteppichen und Flachgeweben” von Jörg Affentranger (Schweiz) fortgesetzt wurde, dessen Sammlung sich bekanntermaßen aus dem Bereich Ost-Iran/Afghanistan/Pakistan rekrutiert (grob gesagt Belutschen, turkmenische Sippen). Am wertvollsten waren somit die reichlichen Originalbelege, die er am abschließenden Show-and-Tell präsentierte.

Diese Präsentationen der Teilnehmer und des Hausherrn/Organisators in seiner Ausstellung inklusive seiner Führungen (mit Anmerkungen anwesender Experten) haben sich als ein wesentlicher Bestandteil des Symposions erwiesen.

Die nächste Ausstellung “Symbol und Farbe – Textilkunst aus 4 Jahrhunderten” ist für Dezember geplant (bis März 2021; die Themen Salztaschen (8, dazu andere Taschen) und Jajim (8 + 2 Cicim),/Streifenkelim,
sind schon als Schwerpunkte präsent, andere Kelims und Teppiche liegen bereit. Was aus der Corona-Situation letztlich für Interessenten vor Ort zugänglich sein wird, ist nicht abzusehen –
über Facebook aber sowohl einsehbar als auch bestellbar.
Auch das nächste Symposion ist in konreter Vorbereitung: “Tier- und Zeltschmuck” vom 30.4. bis 2.5.2021 – aber es wird wohl wieder September werden).

MünchenBlick/ Walter Schober (mit Dank an Hr. Andreansky für die Überlassung der Textunterlage, ein Beitrag von Hr. Plötze ist zugesagt)

Über RedBuero Schober

Funktion des Chefredakteurs von "Münchenfenster" seit 1.1.2013
Dieser Beitrag wurde unter ALLGEMEINES, FEUILLETON, KULTUR, KUNST abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort