
Der Neujahrsempfang des Bayerischen Sportschützenbunds war mit seiner Vielzahl an bundespolitisch bedeutsamen Themen und Gästen aus den Reihen des Deutschen Schützenbunds ein rundum gelungener, gesellschaftlicher Auftakt für das Schützenjahr – in Bayern und darüber hinaus.
Den Empfang eröffnete der ersate Landesschützenmeister Christian Kühn mit einem Grusswort
Innenminister Joachim Herrmann
Der Minister hob die enge und stets hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und dem BSSB hervor, insbesondere bei den letztjährigen Feierlichkeiten zu ’75 Jahre BSSB‘ und aktuell bei der Olympiabewerbung Münchens. „Der BSSB und die bayerische Staatsregierung sind ein unschlagbares Team. Wir haben gemeinsam viel bewegt“, betonte der Minister.

Staatsminister Hubert Aiwanger vertrat darüber hinaus die Auffassung, dass das in der Vergangenheit laufend verschärfte Waffenrecht wieder „zurückgedreht“ werden muss, zu einem praktikablen Waffenrecht, das das hohe Verantwortungsbewusstsein der weithin gesetzestreuen Sportschützinnen und Sportschützen anerkennt. Statt das Sportschießen durch praxisfremde Waffenrechtsvorschriften zu drangsalieren, solle es besser gefördert werden.


Grusswort der dritten Bürgermeisterin Münchens Verena Dietl



Thema war auch das laufende EU-Bleibeschränkungsverfahren mit seinen weitreichenden Auswirkungen auf die bewährte Sportmunition: Die aktuell diskutierten EU-Regeln dürfen nicht dazu führen, dass der Schießsport in unberechtigter und fadenscheiniger Weise über umweltrechtliche Vorgaben „ausgehebelt“ wird. Möglichst weitreichende sportfreundliche Ausnahmeregelungen müssen sowohl für den Kugelbereich als auch für die Wurfscheibe gelten: Nur so hat das bayerische, bundesdeutsche und europäische Sportschießen Zukunft.


Wichtiges Thema war auch die Bewerbung zur Olympiade in München.
Auf der Agenda des Festabends stand auch der Bürokratieabbau. Einhellige Meinung: Die große Gemeinwohlleistung aus Schützenhand verdient Unterstützung und gerade keine (weiteren) unnötigen bürokratischen Hürden. Der bayerische Landtagsabgeordnete und Landessportbeiratsvorsitzende Thorsten Freudenberger spitzte es markant zu: „Ihr leistet viel fürs Land, darum habt Ihr unsere Unterstützung verdient.“ Staatsminister Joachim Herrmann schloss genauso lapidar wie zutreffend: „Ohne die unermüdlichen Ehrenamtlichen gäbe es kein Vereinsleben und keinen sportlichen Erfolg.“
Leinsinger/Przstawik