Muenchen 11. April 2012
Sehr geehrte Damen und Herren, viele Grüße an Ihren Hr. Michael Stitz, er hat sich mit seiner undifferenzierten Aussage zu der angeblichen Undifferenziertheit der mahnenden und berechtigten Worte von Günter Grass selber disqualifiziert. IM Fussball nennt man so etwas ein böses Faul, ohne zu Wissen, dass es auch Kommentare dazu geben wird. Ein drohender Krieg wird nicht durch primitive Unkenntnis der Ausgangslage zur Besserung gebracht. Ihre Zeitung bzw Hr. Stitz scheint hier die Mahnung als eine Art Verhöhnung ehrlicher Worte zu missbrauchen. Wir brauchen keine weiteren Kriege wie diesen vom Westen damals inszenierten Krieg Irak gegen Iran mit Millionen Todesopfern........Giftgas und Waffen en mass vom Westen geliefert und gegen den Iran eingesetzt. Alles legitim, nur weil der Westen angeblich seriösen Imperialismus betreibt, das wurde mit pseudoabnormaler Meinungsbildung in westlichen Medien genügend oft unisono vorgebracht. Ihre Redakteure scheinen auch darin Grossformatigkeit zu besitzen, das hartherzig zu kritisieren und ohne die Innenansichten zu diskutieren, was aktuell israelische Intellektuelle ebenso als ehrliche Worte zitieren. Tom Segev, Historiker aus Israel, hat das Gedicht nicht antisemitisch sondern pathetisch genannt. Netanjahu mit der SS verglichen und wir wissen, Netanjahu und Hr. Bush sind eine Wellenlänge, nur sollte Bush wegen Völkermord schon lange vor dem STrafgerichtshof angeklagt worden sein. Grass hat die Aussage richtig getroffen, wenn er die uniformierte Presseberichterstattung scharf verurteilte. Auf alle Fälle darf ich Ihnen mitteilen, es gibt noch genügend Intelligenz unter dem freien Bürgertum, welche die undifferenzierten wie befangenen Aussagen vieler Presseorgane richtig zu deuten wissen. Günter Grass und auch Peter Scholl Latour wie einige andere Intellektuelle, haben Ihnen den Spiegel von vernünftigen Realismus vorgehalten, das sieht man an diesen Reaktionen auf seine Äußerungen zur Freiheit von Kunst. Die damalige Beleidigung von Mohamed in dänischen Zeitungen haben sie geflissentlich übersehen, damals waren ja nur Moslems brüskiert Danke Hr. Grass für Ihre ehrlichen und deutlichen Worte zur Unehrlichkeit in unserer Gesellschaft sich hier mit Mut an der Spitze mahnender Worte gegen Krieg einzubringen.