
Ganz in der Früh morgens wurde der traditionelle Christbaum für den Marienplatz angeliefert und und sofort wurde mit dem Aufstellen des Christbaumes begonnen. Damit hält rund vier Wochen nach dem Ende des Oktoberfests offiziell die Vorweihnachtszeit Einzug in der bayerischen Landeshauptstadt.

Bei dem diesjährigen Prachtexemplar handelt es sich um eine 22 Meter hohe und rund 50 Jahre alte Weißtanne. Sie stammt aus der Gemeinde Sauerlach im Landkreis München. Für die Region ist dies ein historisches Ereignis: Es ist das erste Mal seit 1977, dass der Baum wieder direkt aus dem Münchner Umland kommt. Zuvor stand die Tanne auf einem Privatgrundstück, wo sie aufgrund drohender Wurzelschäden an einem Wohnhaus ohnehin hätte gefällt werden müssen – eine echte Win-win-Situation für den Besitzer und die Stadt.

Der logistische Kraftakt begann mitten in der Nacht. Gegen 3:30 Uhr rollte der Schwertransport unter Polizeischutz in die Münchner Altstadt. Ab circa 6 Uhr morgens übernahm die Münchner Berufsfeuerwehr das Kommando. Mit Hilfe eines schweren Krans richteten die Einsatzkräfte den Koloss routiniert auf und verkeilten den Stamm in einem zwei Meter tiefen Bodenloch direkt vor dem Rathaus.

In den kommenden Tagen wird das städtische Baureferat den Baum mit mehr als 3.000 energiesparenden LED-Lichtern schmücken. Das offizielle „Anleuchten“ erfolgt am Freitag, den 20. November 2026, um 17 Uhr zeitgleich mit der feierlichen Eröffnung des Cristkinlmarktes. Bis zum Dreikönigstag am 6. Januar 2027 wird die Tanne den Marienplatz allabendlich erstrahlen lassen. Nach den Feiertagen erwartet das Holz übrigens ein nachhaltiges „drittes Leben“: Es wird in Sauerlach zu Parkbänken verarbeitet.



Leinsinger /Przstawik